VoIP die erste – Grundumbau Studio2

Wie ich ja auf dieser Page bereits angekündigt habe, haben wir großes vor.
“Wir” heißt in diesem Falle “Fips”, beziehungsweise das Freie Radio Göppingen e.V..
Nachdem man uns nun diese Asterisk-Kiste vorgesetzt hatte (naja, eigentlich haben wir sie uns ja eher selbst vorgesetzt) , muss man das natürlich auch ausnützen. Was kann einem kleinen, innovativen, an geldnot leidendem freien Radiosender denn schon besseres passieren, als dass eine open source Telefonielösung vor ihm auf den Boden knallt? Eigentlich nichts. Zumal wir mit der herkömmlichen Lösung langsam an Grenzen stoßen. Mal kurz zur Erklärung, was ich unter herkömmlich verstehe:

Früher war es üblich, bei uns ist es noch so, dass man im Rack im Studio noch den guten alten Studer-Analog-Doppelhybriden wohnen hatte. Im Pult, in unserem Falle einmal ein Eela S440 und andermal ein Dateq BCS70, hatte man dann die entsprechenden zwei Telco module, die die N-1 bilden und auch die Ansteuerung des Hybriden übernehmen. Zwei analoge Telefonleitungen gehen in den Studer rein, sie kommen aber auch wieder raus. Daran hängen zwei normale Analogtelefone. Damit wird gewählt und das Vor- evtl. auch Nachgespräch geführt. Normaler ablauf beim Hörer auf Sendung nehmen ist also folgender:

  • Nummer am Telefon wählen
  • quatschen
  • über das Pult den Hybriden “OnAir” schalten; ab jetzt ist das Telefon mit Hörer tot, kann auch aufgelegt werden, der Hybrid hält das gespräch und versorgt den Hörer mit dem entsprechenden Sendesignal (N-1)
  • Regler aufziehen, OnAir talken, Regler schließen
  • Telefonhörer am Telefon der entsprechenden Leitung abheben und Hybrid “OffAir” nehmen.
  • Nachgespräch

Das Nachgespräch kann auch weggelassen werden. Hybrid “OffAir” nehmen wäre dann das selbe wie auflegen. Ist es an sich ja auch. Alles ganz easy, null Rocketscience. Gute alte Analogtechnik. Unkaputtbar.
Dem geneigten Leser fällt auf: “Das ist ziemlich viel gedöhns!”  Stimmt. Mal schnell jemanden anrufen und OnAir erst ans Telefon gehen lassen funktioniert zwar technisch, ist aber kaum nebenher zu bewerkstelligen. Man ist ja selbstfahrer und hat noch andere Dinge zu tun. Zum Beispiel den Hörer bespaßen. Außerdem ist bei der Lösung nach zwei zeitgleichen Anrufern, einer pro Hybrid und Telco-Modul, schlichtweg schluss. Mehr geht nicht.

Daher nehmen wir gerne alles, womit das etwas schicker lösbar wird. Welche Lösungen sich hierzulande gerade quer durch sämtliche Funkhäuser finden lässt, habe ich ja auf der oben verlinkten Page schon beschrieben. Die Firma AVT hätte da Lösungen. Es gäbe auch eine VoIP-Version, ist aber in unserem Budget nicht drin, schon garnicht, weil ja zur Zeit eigentlich alles funktioniert. Kohle in etwas zu investieren, das eigentlich schon geht, es nur ein bisschen schicker macht, lässt sich beim Vorstand nur schwer begründen… ;)

Der Plan bei uns war es ja, den Asterisk dafür herzunehmen. Dazu muss man sagen, unsere Technikcrew hat ein bisschen den Hang zur IT und zum Softwaregefrickel. Vielleicht einfach deshalb, weil sie nichts ordentliches gelernt hat. So kommt es dazu, das bei fips weitaus mehr Rechner und Server am Produktivbetrieb beteiligt sind, als beim im selben Haus ansässigen lokalen Computerverein, der früher durchaus coole Dinge gemacht hat, es mittlerweile aber bevorzugt, die Computer sämtlicher Rentner dieser Nation zu reparieren. Naja, aber das ist ein anderes Thema.
Wie ich glaube ich schonmal irgendwo erwähnt hatte, ist es der ursprüngliche Plan, unsere Studer-Hybriden beizubehalten, sie aber mittels sogenannter ATAs (Analog Terminal Adapter) für die VoIP-Welt fit zu machen.
Analog -> VoIP = ATA
Bisher ist das noch der Plan, ob er sich als sinnvoll erweist, müssen wir noch feststellen. Auf die dahinterhängenden Analogtelefone wollen wir nämlich eigentlich verzichten und für die ganze Steuerungs-Bespaßung Asterisk und ein entsprechendes, radiotaugliches Interface zu nutzen. Womit wir auch schon bei einer kleinen Problemität wären:
Wenn ich alles über den Asterisk steuere, kann ich zwar wunderbar Anrufe in Richtung ATA-Hybrid schicken, aber ich muss sie trotzdem am Hybrid annehmen. Und nach dem Gespräch auch wieder auflegen. Ist etwas ätzend, wenn ich das Ding eigentlich über nen Touchscreen bedienen will. Das wäre beispielsweise mit einem Softphone viel einfacher zu bewerkstelligen, als bei unserer angedachten Lösung. Hier sind wir noch am Prüfen, was es für Möglichkeiten gibt. Und ob wir bei den ATAs und Hybriden bleiben. Oder ob man das anders bewerkstelligt. Nur hätte ich an dieser Stelle ganz gerne nicht auch noch einen Rechner mit Softphones stehen. Vielleicht bekommen wir die Patons ja überedet, irgendwas mit Autoanswer zu machen. Oder wir stopfen die entsprechenden Hybrid-Extensions einfach dauerhaft in einen MeetMe-Room und kippen dann dort die Anrufer mit dazu. Möglichkeiten zu Hauf.
Hier mal ein paar Bildchen von Umbau in Studio 2. Gut, die Bilder sind nicht sonderlich und es sind auch viel zu wenige. Aber immerhin:

Netzwerk-AuflegefeldATAs und Netzwerktester

Studio 2 ist also unser vorläufiger Testsite.

Bislang wurden Netzwerkkabel gezogen, entsprechend aufgelegt, Dosen drangebaut und die zwei Patton ATAs und das eigentliche Telefon, ein Snom 320, drangehangen. Es funktioniert auch schon. Mit den entsprechenden Einschränkungen eben. Anrufe laufen auf allen drei Geräten auf. Vorgespräch am Fon geht auch klar. Weiterverbinden an einen ATA auch. Nur, zurückholen ans Telefon geht erstmal nicht. Der ATA hat das Gespräch und mit normalen Funktionen eines Telefons kann ich ihm das auch nicht wieder wegnehmen. Erster Grund fürs eine erweiterte Lösung. Ich kann derzeit auch nicht einfach am Telefon wählen und das Gespräch sofort auf nen ATA schieben. Also OnAir jemanden anrufen und rangehen lassen. Beim tuten existiert im SIP-Sinne noch keine wirkliche Verbindung, daher kann ich auch nichts weiterverbinden. Hier helfen wir uns zur Zeit mit einem kleinen Web-Formular, das einen PBX-Call initiiert. Schön und toll ist aber anders. Daher muss ein Interface her, dass das über das AMI anspricht. Dann funzt das.

Selber machen war angedacht und angesprochen. Aber warum nicht erst mal dieses Internet auf den Kopf stellen und gucken, ob jemand ähnliche Probleme hat. Gut, das Problem haben jetzt nicht gerade Millionen User bei sich zu Hause, es ist durchaus ein Nischenproblem, aber man findet vereinzelt durchaus Dinge. Zum Beispiel eine Software namens phoneBox Solo von Broadcast Bionics. Schickes Teil, aber nicht ganz in unserem Preisrahmen. Auch müssten wir uns von unseren Studer-Hybriden verabschieden, aber vielleicht kommen wir da sowieso nicht drumrum.
Anderes Teil: der CallCommander von den Salem Radio Labs. Der Laden könnte dem ein oder anderen durchaus bekannt sein. Die machen mit Rivendell auch dieses Radio-Software-Linux-Rundumsoglos-Paket. Problem am Call Commander, die Doku ist recht überschaubar. Also eigentlich ist sie nicht existent. Das einzige, was es gibt, sind die Man-Pages in den Sourcen. Sehr vereinzelt noch ne Mailingliste, aber richtig hilfreiches steht da auch nicht. Aber nicht so schlimm, der wichtigste Teil ist bereits kompiliert und am laufen. Mit dem AMI (Asterisk Management Interface) spricht es auch schon. Für den ersten Test müsste das Teil nur noch richtig mit Asterisk bekannt gemacht werden. Extensions zuordnen, incoming Lines zuordnen, parking extensions definieren und so gedöns. Da wir das nicht unbedingt am Produktivsystem machen wollen, wir sind ja schließlich nicht allein darauf unterwegs, müsste dafür nochmal eine Asterisk-Kiste aufgesetzt werden.
Aussehen tut das Teil so:

CallCommander in 12-Line, 2-Hybrid config

Aber nun, was könnte der CallCommander. Theoretisch folgendes:

  • Bis zu vier Hybriden von bis zu 12 Leitungen.
  • Bedienung angelehnt an die guten alten Telos Desktop Director.
  • Komplettes Call Screening mit mehreren Screening Stations pro zugeordnetem Studio,
  • Frei konfigurierbare Oberfläche,
  • Studio Client für Linux und Windows,
  • Datenbank im Hintergrund zur wiedererkennung der Anrufer.
  • Irgendwie kann man die Gespräche auch direkt aufzeichnen, aber das brauchen wir nicht und kapiert hab ich es auch nicht. ;)

Praktisch wissen wir das ganze noch nicht so. Die Entwicklung ist scheinbar noch nicht eingestellt, aber es wird auch nicht sonderlich rege daran gearbeitet. Die Asterisk-Unterstützung wird noch als “experimental” angegeben und ist auch erst seit ein paar Versionen dabei. Ob und wie stabil das alles läuft, man weiß es nicht. Wir sind gespannt und halten euch auf dem laufenden.

, , , , , , ,

1 Kommentar

Ted Williams – Man with a god given voice

Dieses Internet ist gerade mal wieder dabei seine guten Seiten auszuspielen und bringt ein modernes Märchen an den Start, das seinesgleichen sucht. Folgendes Video schickte sich vor zwei drei Tagen an, seinen Weg um die Welt zu machen:


Ein Obdachloser, der an einer Freewayausfahrt in Columbus, Ohio Geld sammelt und diese wundervolle Vorzeige-Radiostimme hat. Beim Radio hat er zwar mal gearbeitet, ist aber irgendwann Mitte der 90er langsam dem Alkohol und später auch anderen Drogen verfallen, die ihn letztendlich auf die Straße gebracht haben.
Mittlerweile ist er seit zwei Jahren clean.
An dieser Kreuzung sammelte er schon über ein Jahr, in der Hoffnung mal jemandem vom Radio zu begegnen, der ihm einen Job hat. Bis jemand von der örtlichen Zeitung kam und obiges Video und einen kleinen Artikel veröffentlichte.

Und so kam der Stein ins Rollen. Die Klicks auf dem Video haben innerhalb von zwei Tagen die 9 Millionen-Marke durchbrochen, der Örtliche Radiosender WNCI 97,9 hatte Ted am Mittwoch in der Morningshow (zu hören hier), wo er von Angeboten nur so überhäuft wurde. Alle amerikanischen News-Seiten haben ihn an erster Stelle. Sogar ein Beitrag in den CBSNews wurde über ihn gedreht.
Was dem Ami an sich natürlich besonders gefällt, ist das Wiedersehen mit seiner Mutter, das es natürlich auch als Video gibt.
Eine super Geschichte und echt scheint sie auch zu sein.
Und verdient hat er es sowieso. Super Stimme und sehr angenehmer und von allem dankbarer Zeitgenosse. Ein wunderbares modernes Märchen eben… :-)

Weitere Links:

Und jetzt sag noch einer, das Internet wäre nicht Toll und virales Marketing würde nicht funktionieren… ;)

, , , , , , , ,

1 Kommentar

Böse Hacker… WordPress Bilder und Plugins weg

da war man extra noch in Berlin auf dem Chaos Communication Congress (27c3) um festzustellen, wie die Herrschaften durch eine SQL-Injection in WordPress sämtliche Bilder und Plugins wegfegen. Mich hier hats leider auch erwischt, aber wofür hat man Backups.
Daher, hier kurz die Info, teilzeitnerd.de ist wieder da, in voller Pracht, nachdem hier in den letzten 3- 4 Tagen alles in Schutt und Asche gelegt wurde… ;)
(gut, ein paar Bildchen fehlen noch, aber die kommen auch wieder)

Von daher, an alle WordPress-Nutzer, die bisher verschont wurden und noch nicht auf die 3.0.4 upgedatet haben: macht das, oder macht zumindest ein Backup eures wp-content Ordners. Ihr werdet euch selbst dankbar sein… ;)

, , , , ,

4 Kommentare

Langsam wird´s langweilig…

Hallo miteinander! Ja, ich geb zu, der Titel dieses Blogeintrags klingt jetzt nicht so reißerisch wie der letzte… :-) Ich bin jetzt die vierte
Woche hier in Bad Sobernheim, weil ich eine Woche Verlängerung bekommen habe: an sich eine gute Entscheidung. Ich habe in dieser Woche Zeit,
noch mal das Beste rauszuholen und mir die Übungen nochmal richtig einzuprägen, so dass sie mir in Mark und Bein übergehen, wie man so schön
sagt – schließlich muss ich sie dann zu hause 5x die Woche üben. Wenn ihr mir also über den Weg lauft, wenn ich wieder im Lande bin, dann
dürft ihr mich gerne immer wieder anhauen und fragen, ob ich auch jeden Tag schön meine Übungen mache, wenn´s euch Spaß macht! :-)

Also, im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mir das Programm hier einiges gebracht hat. Die Therapeuten meinen, ich mache die Übungen sehr gut
und man würde meinem Rücken den Erfolg auch schon ansehen. Jetzt bin ich mal gespannt, was bei der Abschlussuntersuchung nächste Woche rauskommt.

Langsam freu ich mich aber doch wirklich wieder auf zuhause und einen normalen Alltag! Auch wenn ich weiß, dass ich dann nach 2 Wochen vielleicht
wieder das Kurleben vermisse…:-)
Heute morgen ist hier schon der erste Schnee gerieselt und die Putzfrauen haben überall schon die Weihnachtsdeko aufgestellt. Morgen geht´s auf den Weihnachtsmarkt
nach Mainz und am Sonntag krieg ich Besuch von meinen Eltern…
Joa, ansonsten gibt´s hier eigentlich echt nix spannendes zu berichten aus dem kleinen Bad Sobernheim, wo man kaum Handy- UMTS- oder Radioempfang hat.. ich hoffe, bei
euch war mehr los, die letzten Wochen! Ich freu mich davon zu hören, wenn ich wieder da bin. :-)
Unten schallt jetzt auch schon die lustige Musik hoch in mein Zimmer, zu der alle immer die peinliche Aufwärmgymnastik machen müssen. Es wird also langsam Zeit, dass ich
meine Sportsachen packe und mich nach unten begebe.
Ich wünsch euch ein tolles Wochenende und einen schönen 1. Advent!

Eure Lari

Keine Kommentare

Meine Zeit in der Power-Reha!

Hallo ihr da draußen!
Seit einer Woche befinde ich mich in einer Rehaklinik für Skolioseerkrankte… (mein Gott, wie das klingt..)
Bestimmt fragen sich manche was das eigentlich ist, eine „Skoliose“. Das ist eine Verkrümmung der Wirbelsäure. Wenn man die hat, ist sie meist angeboren. Eigentlich haben das viele Menschen – manche mehr, manche weniger. Ich eben ein bisschen mehr… Und weil die sich im Laufe des Lebens oft nochmal verschlechtert, wenn man nichts dagegen tut, muss man schauen, dass man das in den Griff bekommt. Und da ist so eine Intensivbehandlung oft erst mal am besten. Da entwickelt man ein gutes Körpergefühl und kann sich dann später immer selber am Riemen reißen.
In der Katharina-Schroth- Klinik in Bad Sobernheim lerne ich vor allem, wie ich meine Wirbelsäule entdrehe und mich aufrichte. Das funktioniert hauptsächlich- hört sich komisch an – durch Atemübungen. Warum? Wenn man an eine bestimmte Stelle des Rückens „hin atmet“ (das funktioniert übrigens wirklich, probiert´s mal aus), dann wird dieser Muskel tatsächlich so trainiert, dass er die WS wieder in die richtige Richtung schiebt… irre, oder? ;) Genau… und das lerne ich hier. Erst mal für drei Wochen.. vielleicht auch für vier, mal sehen.
Wer sich jetzt fragt, warum ich denn in eine Klinik muss, wo ich doch sonst so gesund bin und die ganze Zeit nix anderes zu tun hab, außer zu „atmen“, der hat sich ein bisschen geschnitten. Denn eine Wirbelsäulenerkrankung ist nicht ganz so ohne… die kann später mal Schmerzen machen. Und wenn ich nix dagegen tue, dann lauf ich mal in 30 Jahren wie eine alte krumme Oma rum. Nicht saumäßig attraktiv. Die Übungen helfen mir und sie tun gut. Schon jetzt merke ich, wie ich mich selbst schon ein bisschen grader geatmet hab. Es ist auch ein wenig anstrengend und ich bin abends oft schlapp. Heute haben wir eine neue Therapeutin gekriegt, die nicht ganz so zärtlich war wie die bisherige. Man fühlt sich ein bisschen wie in der Armee. Das ist vielleicht was für die 16jährigen Jungs, die noch in meiner Gruppe sind, aber nicht für mich… Naja, ich denke, es wir die nächsten Wochen auch nicht viel einfacher, mal sehen. Heute hatten wir eine Massage, die eigentlich nur aus Haut ziehen, zusammendrücken und zwischen den Rippen feste mit den Fingerknöcheln drüberfahren bestand. Das müsst ihr mal bei euren Freunden ausprobieren – das treibt einen die Tränen in die Augen.. :D
Naja, aber sonst sind hier eigentlich alle sehr nett und aufmerksam. Man wird auch echt als Individuum behandelt. Weil eben jeder ne verschieden krumme Wirbelsäule hat. Mir wurde auch schon nahegelegt, dass ich wohl ein kleiner Sonderfall sei, weil meine irgendwie seltene Art verdreht ist.. na dann. Ich nehm´s mal als Kompliment.
Wo liegt Bad Sobernheim? Hmm.. das haben sich sicher schon viele gefragt. Es liegt in Rheinland-Pfalz, in der Nähe von Bad Kreuznach und ungefähr eine ¾ Stunde südwestlich von Mainz. Also, eigentlich am A der Welt! Echt, hier ist wirklich gar nix los. Man fühlt sich ein bisschen ab von der Gesellschaft. Ich habe mir jetzt einen Fernseher auf´s Zimmer gemietet. Neben dem sauteuren Wlan, das man hier mieten kann (10€/4h), ist er für mich ein bisschen das Tor zur Außenwelt. Es hat auch nen Tag länger gedauert, bis der Fernseher bei mir ankam. Die Damen an der Rezeption haben sich da etwas schwer getan. Sie haben auch ´nen Rosenquarzstein neben dem Bildschirm liegen. Vielleicht sind sie deshalb ein wenig eigen…
Aber natürlich ist es auch echt toll, hier sich mal auf sich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. Wenn ich nicht gerade trainiere, gehe ich basteln, lese ein Buch oder geh schwimmen. Sehr entspannend.
Jetzt meldet sich langsam auch mal der Muskelkater. Morgen krieg ich Massage, da freu ich mich schon drauf. Das letzte Mal hab ich mich hinterher wie ein ausgerollter Teig gefühlt… morgen wird es hoffentlich etwas sanfter. Am Wochenende fahren wir die Stadt Trier angucken und am Sonntag fahr ich auch mal wieder nach Karlsruhe, um mal raus zu kommen . Dann kann die neue Woche kommen!
Ich werde wahrscheinlich irgendwann nochmal berichten.
Ich freu mich übrigens immer auf Nachrichten von euch und der Welt da draußen…

Keine Kommentare

Als gestern noch heute war…

Neulich gefunden, darf niemandem vorenthalten werden.
Filmchen aus den 70ern, die sich über die nahende Zukunft ca. 30 Jahre Später auslassen. Grandios.
Schon allein vom Style her, aber seht selbst:

Und, nein, ich hab den USA-Rest nicht vergessen. Ich komm nur nicht dazu… ;)

, , , , , , ,

2 Kommentare

Blumen-Battle, die Zweite…

Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt gibts seit geraumer Zeit keine Livebilder von unseren Pflänzchen mehr. Einerseits liegt das an meinem Umzug, andererseits aber auch daran, das sich in dem Döschen einfach garnichts tut. Es wächst zwar munter Gras, aber das wars dann auch. Egal ob bei Lari oder mir, keine Sonnenblume. Naja… vielleicht haben die Herrschaften dort einfach vergessen den durchaus nicht ganz unwichtigen Samen in dem Döschen zu verstecken.
Sollte sich noch was tun, melde ich mich natürlich…

Hier noch ein paar Bildchen von unseren Installationen und dem stets einwandfreien Transport unserer “Blümchen”:

, , , , ,

3 Kommentare

Blumen-Battle

Es ist soweit. Die kleine Wette zwischen Lari und mir hat soeben begonnen.
Kurz nochmal worum es geht:

Wessen Blume überlebt länger und wird hübscher!

Ganz einfach, nichtwahr?
Und dank Webcam könnt ihr mit dabei sein.
Die Ausführliche Story gibts hier.

Blumencam von Lari Blumencam von Alex

, , , , , , ,

1 Kommentar

Rainy Mood

Bevor der letzte Teil unserer USA-Reise nachgereicht wird, hier mal noch ein kleiner Netzfund dazwischen.

15 Minuten hübschestes Gewitter als Audio. Manch einer kann sich dabei besser konzentrieren oder gar abschalten, fühlt sich nicht so allein, oder hat es einfach ein bisschen romantischer.
Die Rede ist von RainyMood.com. Eine hüsche Idee.
Einfach mal die Stereoanalge an den Rechner gestöpselt und los gehts. Aber Vorsicht, es fängt mit Donner an. Ein bisschen Natur fürs verstrahlte Wohnzimmer… ;-)

Auf Facebook, sind die Herrschaften übrigens auch vertreten.

, , , , , ,

2 Kommentare

San Francisco in a Week (II)

“Hui, da meldet sich ja doch noch jemand”, werdet ihr euch denken. Stimmt genau.
Keine Angst, wir sind nicht ausgewandert, oder verschollen. Wir sind natürlich schon längst wieder zu Hause angekommen, zumindest Lari und ich. Auch unter das arbeitende Folk haben wir uns wieder gemischt. Aber man kommt einfach zu nichts, bis jetzt eben… :-)

Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, habe ich euch noch ein paar unserer San Francisco-Tage vorenthalten. Und den Urlaubsrest mit kleiner Rundreise ja sowieso. Aber keine Angst, wird alles nachgetragen und für die Nachwelt konserviert. Los gehts:

Nachdem wir uns auf der einen Seite der Golden Gate Bridge ja nahezu eingeschlossen hatten, wurde der Folgetag eher friedlich angegangen. Mit ein bisschen Ausschlafen.

Allerdings war das auch der Tag an dem uns Dominiks Schwester verlassen musste. Vorher legte sie aber noch eine Powershopping-Session ein. Allerdings ohne uns. Währenddessen machten wir noch ein bisschen die Stadt unsicher.

Später brachte Dominik seine Schwester zum Flughafen, Catherine ging ein bisschen nach Hause und Lari und ich machten uns auf den Weg zu einem Weiteren SFO-Touri-Ziel. Den Painted Ladies.

Platziert am Alamo Square, einer netten Grünanlage die zur Hälfte ein Hunde-Spielplatz / -Klo ist, finden sich diese in pastelltönen bemalten, wie die Orgelpfeifen gestaffelten netten kleinen Häuschen, die auch schon in verschidenen TV-Serien, -Shows oder Filmen einen Auftritt hatten. Zum Beispiel im Intro von “Full House“. (Wobei ich ja immernoch der Meinung bin, dass das in diesem Intro nicht die echten Painted Ladies sind. Es müsste ein Park gegenüber sein.)
An sich machen die Häuschen selbst nicht ganz soviel her, allerdings erhebt sich dahinter die Skyline von San Francisco. Was mit diesen ami-typischen Holzhäuschen einen interessanten Gegensatz bildet. Auf unseren Bildern versinkt besagte Skyline zwar ein bisschen im Dunst, macht aber nichts, mann kann sie trotzdem erkennen.

Am Folgetag war der erste Mittwoch im Monat. An sich nichts besonderes, allerdings ist das in diversen amerikanischen Museen der Tag mit freiem Eintritt. Warum also nicht ein bisschen Kultur.

Wir machten uns auf den Weg nach Downtown zum San Francisco Museum of Modern Arts, kurz SFO MoMA. Auf dem Weg dort hin gabs noch nen kurzen Zwischenstopp am Moscone Center. Als Apfel-Fan muss man sich schließlich mal vor Moscone West und dem Yerba Buena Center ablichten lassen, dem Teil des Kongresszentrums in dem diverse Apple-Keynotes unter anderem von Steve Jobs persönlich abgehalten werden.

Das MoMA selbst war, wie soll man sagen, ganz nett. Ich bin eher der Fan von Medienkunst, Interaktiven Installationen oder Produktdesign als von netten Bildchen und abstrakten Skulpturen. Auch architektonisch kommt es nicht an andere derartige Museen ran, aber es kann durchaus ein bisschen was.

Danach haben wir uns dann noch von Domdom durch seine Uni, die San Francisco State, führen lassen. Macht nen schicken Eindruck. Vor allem der Campus. Sehr edel und sehr sauber. Warum es dort aber eine derart hohe Anzahl von Sälen gib, die Theatern gleichen, ist mir nicht so ganz klar. So richtig mit Bühne und bequemen Kinosesseln. Naja… Studieren ist bei den Amis irgendwie ein bisschen anders als hierzulande.
Nach dem Uni-Rundgang haben wir uns noch in der benachbarten Mall den Bauch beim Panda-Express vollgeschlagen.

Nach dem erfolgreichen Ausschlafen am Folgetag, man möchte ja nichts überstürzen, war unser erstes Ziel der Strand. An sich ja um die Ecke. Von Domdoms Unterkunft eigentlich nur die nächste Querstraße in Richtung Westen laufen, und man kann ihn garnicht verfehlen. Allerdings wäre man da ein ganzes Weilchen unterwegs. Daher haben wir die Straßenbahn zur Hilfe genommen. Ging um einiges zügiger.
Es ist ein seltsamer aber dennoch wunderbarer Anblick:
Es hört einfach die Straße auf. Die Straßenbahn fährt nen Bogen und dreht sozusagen um. Hinter einem die Stadt, vor einem ne Düne. Der Hit. Und an der Straßenecke ein uriges Kaffee. Mit bequemen Sofas, Smooth Jazz – Klängen und, wichtig, Free Wifi. Hier haben wir unser Frühstück zu uns genommen. An sich recht ähnlich wie Starbucks. Sagen, was man will, den Namen dazu, der kommt nämlich auf die Tasse und bisschen Warten. Einer von den Besuchern war völlig ausser sich, als er Laris namen gehört hatte. “Larissa, sowas schönes hätte er ja noch nie gehört. Und überhaupt und sowieso…” Der Typ sah auch recht Spaßig aus.
Das ist ja etwas, an das man sich als deutscher erst gewöhnen muss. Man wird öfter einfach mal angesprochen. Einfach so. Die Amis sind so und meinen das nett. Als deutscher hat man dann eher Angst, eine aufs Maul zu bekommen, aber nein. Ist in den USA eher normal. Der Typ meinte auch, er sein ja ein sehr internationaler Mensch, denn er sei ja auch schon in Miami gewesen. Vielleicht sollte man ihm die Bedeutung von “international” nocheinmal etwas näher bringen.

Nach dem verspäteten Früchstück haben wir uns dann auch mal auf die andere Seite besagter Düne begeben um den Strand und auch das Wasser zu sehen. Zum Baden war das Wetter natürlich nicht, aber immerhin Meer.
Da der Donnerstag so ähnliche Features wie der Mittwoch mit sich brachte, stand auch noch ein weiterer Museumsbesuch auf dem Programm. Umsonst. Weniger kultur, eher Naturwissenschaften zum Anfassen. Das Exploratorium.
Platziert im Palace of Fine Arts stellt es ein Museum dar, das mit unzähligen Versuchen und Experimenten zum selbst Hand anlegen den Besuchern die Welt der Physik, Biologie und Chemie näher bringt.

An sich kamen wir dort auch rechtzeitig an, aber wie das so ist mit Großstädten und öffentlichen Verkehrsmitteln, es geht eben viel Zeit kaputt. Letztendlich blieb uns nur noch eine halbe Stunde für das Exploratorium. Viel, viel zu wenig. Aber trotzdem sehr interessant. Dazu muss man sagen, dass der Laden auch extrem früh dichtgemacht hat. Man hätte das trotzdem andersrum machen sollen… ;-)

Danach kam aber unser Serien-Junkie Catherine wieder auf seine Kosten. Rund um das Palace of Fine Arts waren nämlich Schilder aufgestellt, die für den Folgetag das Parken verboten hatten. Der Grund war ein Dreh für die Serie “Trauma”. Kennt bei uns keiner, in Amerika scheinbar auch nicht so viele, aber wie gesagt. Mal an nem Set vorbeischneien ist immer sehr interessant. Also stand das schonmal auf dem Plan für den folgenden Freitag. Obwohl der schon recht voll war, immerhin wollten wir mit unserer Tour in den Süden beginen.

, , , , , ,

1 Kommentar