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San Francisco in a Week (II)
Verfasst von alex unter Allgemein, Unternehmungen am 6. Februar 2010
“Hui, da meldet sich ja doch noch jemand”, werdet ihr euch denken. Stimmt genau.
Keine Angst, wir sind nicht ausgewandert, oder verschollen. Wir sind natürlich schon längst wieder zu Hause angekommen, zumindest Lari und ich. Auch unter das arbeitende Folk haben wir uns wieder gemischt. Aber man kommt einfach zu nichts, bis jetzt eben…
Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, habe ich euch noch ein paar unserer San Francisco-Tage vorenthalten. Und den Urlaubsrest mit kleiner Rundreise ja sowieso. Aber keine Angst, wird alles nachgetragen und für die Nachwelt konserviert. Los gehts:
Nachdem wir uns auf der einen Seite der Golden Gate Bridge ja nahezu eingeschlossen hatten, wurde der Folgetag eher friedlich angegangen. Mit ein bisschen Ausschlafen.
Allerdings war das auch der Tag an dem uns Dominiks Schwester verlassen musste. Vorher legte sie aber noch eine Powershopping-Session ein. Allerdings ohne uns. Währenddessen machten wir noch ein bisschen die Stadt unsicher.
Später brachte Dominik seine Schwester zum Flughafen, Catherine ging ein bisschen nach Hause und Lari und ich machten uns auf den Weg zu einem Weiteren SFO-Touri-Ziel. Den Painted Ladies.
Platziert am Alamo Square, einer netten Grünanlage die zur Hälfte ein Hunde-Spielplatz / -Klo ist, finden sich diese in pastelltönen bemalten, wie die Orgelpfeifen gestaffelten netten kleinen Häuschen, die auch schon in verschidenen TV-Serien, -Shows oder Filmen einen Auftritt hatten. Zum Beispiel im Intro von “Full House“. (Wobei ich ja immernoch der Meinung bin, dass das in diesem Intro nicht die echten Painted Ladies sind. Es müsste ein Park gegenüber sein.)
An sich machen die Häuschen selbst nicht ganz soviel her, allerdings erhebt sich dahinter die Skyline von San Francisco. Was mit diesen ami-typischen Holzhäuschen einen interessanten Gegensatz bildet. Auf unseren Bildern versinkt besagte Skyline zwar ein bisschen im Dunst, macht aber nichts, mann kann sie trotzdem erkennen.
Am Folgetag war der erste Mittwoch im Monat. An sich nichts besonderes, allerdings ist das in diversen amerikanischen Museen der Tag mit freiem Eintritt. Warum also nicht ein bisschen Kultur.
Wir machten uns auf den Weg nach Downtown zum San Francisco Museum of Modern Arts, kurz SFO MoMA. Auf dem Weg dort hin gabs noch nen kurzen Zwischenstopp am Moscone Center. Als Apfel-Fan muss man sich schließlich mal vor Moscone West und dem Yerba Buena Center ablichten lassen, dem Teil des Kongresszentrums in dem diverse Apple-Keynotes unter anderem von Steve Jobs persönlich abgehalten werden.
Das MoMA selbst war, wie soll man sagen, ganz nett. Ich bin eher der Fan von Medienkunst, Interaktiven Installationen oder Produktdesign als von netten Bildchen und abstrakten Skulpturen. Auch architektonisch kommt es nicht an andere derartige Museen ran, aber es kann durchaus ein bisschen was.
Danach haben wir uns dann noch von Domdom durch seine Uni, die San Francisco State, führen lassen. Macht nen schicken Eindruck. Vor allem der Campus. Sehr edel und sehr sauber. Warum es dort aber eine derart hohe Anzahl von Sälen gib, die Theatern gleichen, ist mir nicht so ganz klar. So richtig mit Bühne und bequemen Kinosesseln. Naja… Studieren ist bei den Amis irgendwie ein bisschen anders als hierzulande.
Nach dem Uni-Rundgang haben wir uns noch in der benachbarten Mall den Bauch beim Panda-Express vollgeschlagen.
Nach dem erfolgreichen Ausschlafen am Folgetag, man möchte ja nichts überstürzen, war unser erstes Ziel der Strand. An sich ja um die Ecke. Von Domdoms Unterkunft eigentlich nur die nächste Querstraße in Richtung Westen laufen, und man kann ihn garnicht verfehlen. Allerdings wäre man da ein ganzes Weilchen unterwegs. Daher haben wir die Straßenbahn zur Hilfe genommen. Ging um einiges zügiger.
Es ist ein seltsamer aber dennoch wunderbarer Anblick:
Es hört einfach die Straße auf. Die Straßenbahn fährt nen Bogen und dreht sozusagen um. Hinter einem die Stadt, vor einem ne Düne. Der Hit. Und an der Straßenecke ein uriges Kaffee. Mit bequemen Sofas, Smooth Jazz – Klängen und, wichtig, Free Wifi. Hier haben wir unser Frühstück zu uns genommen. An sich recht ähnlich wie Starbucks. Sagen, was man will, den Namen dazu, der kommt nämlich auf die Tasse und bisschen Warten. Einer von den Besuchern war völlig ausser sich, als er Laris namen gehört hatte. “Larissa, sowas schönes hätte er ja noch nie gehört. Und überhaupt und sowieso…” Der Typ sah auch recht Spaßig aus.
Das ist ja etwas, an das man sich als deutscher erst gewöhnen muss. Man wird öfter einfach mal angesprochen. Einfach so. Die Amis sind so und meinen das nett. Als deutscher hat man dann eher Angst, eine aufs Maul zu bekommen, aber nein. Ist in den USA eher normal. Der Typ meinte auch, er sein ja ein sehr internationaler Mensch, denn er sei ja auch schon in Miami gewesen. Vielleicht sollte man ihm die Bedeutung von “international” nocheinmal etwas näher bringen.
Nach dem verspäteten Früchstück haben wir uns dann auch mal auf die andere Seite besagter Düne begeben um den Strand und auch das Wasser zu sehen. Zum Baden war das Wetter natürlich nicht, aber immerhin Meer.
Da der Donnerstag so ähnliche Features wie der Mittwoch mit sich brachte, stand auch noch ein weiterer Museumsbesuch auf dem Programm. Umsonst. Weniger kultur, eher Naturwissenschaften zum Anfassen. Das Exploratorium.
Platziert im Palace of Fine Arts stellt es ein Museum dar, das mit unzähligen Versuchen und Experimenten zum selbst Hand anlegen den Besuchern die Welt der Physik, Biologie und Chemie näher bringt.
An sich kamen wir dort auch rechtzeitig an, aber wie das so ist mit Großstädten und öffentlichen Verkehrsmitteln, es geht eben viel Zeit kaputt. Letztendlich blieb uns nur noch eine halbe Stunde für das Exploratorium. Viel, viel zu wenig. Aber trotzdem sehr interessant. Dazu muss man sagen, dass der Laden auch extrem früh dichtgemacht hat. Man hätte das trotzdem andersrum machen sollen…
Danach kam aber unser Serien-Junkie Catherine wieder auf seine Kosten. Rund um das Palace of Fine Arts waren nämlich Schilder aufgestellt, die für den Folgetag das Parken verboten hatten. Der Grund war ein Dreh für die Serie “Trauma”. Kennt bei uns keiner, in Amerika scheinbar auch nicht so viele, aber wie gesagt. Mal an nem Set vorbeischneien ist immer sehr interessant. Also stand das schonmal auf dem Plan für den folgenden Freitag. Obwohl der schon recht voll war, immerhin wollten wir mit unserer Tour in den Süden beginen.
San Francisco in a Week (I)
Verfasst von alex unter Allgemein, Unternehmungen am 9. Januar 2010
Nachdem wir wunderbar in das neue Jahr gerutscht sind, haben wir natürlich weiterhin versucht, so viel Sehenswürdigkeiten wie möglich mitzunehmen. Nachdem wir unser Jetlag langsam hinter uns gebracht hatten, nahmen die Tage auch wieder einen normalen Umfang an.
Den ersten Januar haben wir trotzdem eher ruhig angehen lassen. Mit ausschlafen. Lari und ich waren trotzdem früher wach als der Rest. Daher sind wir dann mal an die Bay zur Fishermans Wharf gefahren und über Pier 39 geschlendert.
Mit nem F-Train sind wir dann in die Marketstreet gefahren um den Rest, Catherine, Dani und Domdom, am Union Square zu treffen. Das Tagesziel war es, Abends in der CheeseCake Factory zu speisen. Ausgezeichnete Burger in einem wunderbar gemütlichen Wohlfühl-Ambiente. Und natürlich himmlischen Käsekuchen, aber soweit kommt man meistens nicht. Nach nem kurzen Snack und ein bisschen Bummeln in der Westfield Shopping Mall und im Apple Store, haben wir versucht recht frühzeitig unseren Buzzer für nen Tisch in besagtem Wirtshaus zu ergattern.
Kurze Erklärung: Der Laden ist jeden Abend proppenvoll. Vorab-Reservierungen werden nicht angenommen. Also heißt es rechtzeitig da sein. Wenn man dort ankommt, drücken die netten Damen am Counter einem so ne Art Pager in die Hand. Der beginnt zu vibrieren, sobald ein Tisch frei wird. Eine sehr praktische Sache. So kann man noch ein bisschen unterwegs sein und verpasst trotzdem nicht seinen begehrten Tisch.
So haben auch wir unseren Tisch bekommen. Das Essen war superlecker und wir sind aus dem Laden nahezu rausgerollt. Nach dem Essen haben wir noch den Ausblick von der zum Lokal gehörenden Terasse über den Union Square genossen.
Der folgende Tag war ein Tag speziell für unsere Mädels. Es ging Shoppen. Und zwar nach Gilroy zum Outlet-Shopping. Ist ja eher nicht so mein Ding. Daher haben Domdom und ich uns auch nen recht friedlichen Tag daraus gemacht.
Allerdings war der Weg nach Gilroy nicht zu unterschätzen. Wir hatten ja noch kein Auto. Bisher waren wir nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In San Francisco selbst funktioniert das wunderbar. Darüberhinaus wirds fast schon zum Kunststück. Früh morgens in den Bus zur San Francisco Caltrain-Station. Mit dem Caltrain dann bis San Jose, weiter fuhr das gute Teil an diesem Tag nicht, dann noch mit dem Bus von San Jose nach Gilroy. Alles in allem von der Haustüre bis Gilroy nahezu vier Stunden. Mit dem Auto wäre es nicht mal die Hälfte gewesen, aber was macht man nicht alles.
Die Mädels haben gut eingekauft. Ich hab mich dann immerhin noch dazu gezwungen ne günstige Hose mitzunehmen. Bei ner Levis-Jeans für 19$ kann man nun wirklich nicht meckern. Hauptsächlich haben Domdom und ich allerdings den Ortsansässigen Starbucks belagert. Ah, das Mittagessen sollte man noch erwähnen. Die Weltbesten Cheeseburger bei In-N-Out. Ein Genuss. Sonderlich viel mehr gibt es dort auch nicht. Hamburger, Cheeseburger und den Double-Double, Pommes dazu, fertig. Allerdings alles Frisch gemacht. Die Pommes werden praktisch vor den eigenen Augen aus der vollen Kartoffel geschnitzt. Hmmmm, lecker… ![]()
Achja, wir mussten dann abends auch wieder vier Stunden lang heimfahren. Aber wie gesagt, was macht man nicht alles.
Am 3. Januar sind wir dann endlich mal mit dem Cable Car ins Cable Car Museum gefahren. Ein interessante Sache. Hier wird einem erklärt wie das Ganze funktioniert. Wie also diese Teile, die aussehen wie alte Straßenbahnen, überhaupt die steilen Hügel in San Francisco sicher hoch und wieder runter kommen. Die Teile haben nämlich überhaupt keinen eigenen Antrieb. Sie klammern sich vielmehr an einem Drahtseil fest, das unter der Straße läuft. Ein Kabel also, daher auch der Name “Cable Car”. Neben dem Erklärteil sind in besagten Museum auch noch die Antriebe für die unterirdischen Kabel der vier Linien, Powell, Hyde, Mason und California, untergebracht. Macht lärm, müffelt nach Öl, aber gefällt.
Danach sind wir dann noch zur Golden Gate Bridge gefahren um gediegen und in aller Ruhe drüberzulaufen und ein paar Bilder zu machen. Allerdings haben wir dabei etwas Wichtiges übersehen oder zumindest nicht ernst genommen:
“No Pedestrians after 6:30 PM!” Wir dachten, wenn man mal drüben ist, kommt man sowieso wieder zurück.
Schade. Kommt man nicht. Mit nem Fahrrad unter sich schon, aber ohne eben nicht. Blöd.
Jetzt standen wir da. Das Tor war zu. Die Tante in dem Lautsprecher wollte auch keine Ausnahme erlauben. Wir waren schon dabei nach nem Bus zu suchen, der allerdings erst in Sacramento losgefahren wäre, als die Lautsprecher-Frau meinte, sie würde uns ein paar Streifenwagen vorbei schicken, die uns zurückbringen würden. Voll gut. Endlich mal in nem Ami-Bullenwagen fahren. Wer wünscht sich das nicht?
Es war zwar nicht die richtige Polizei sondern nur die Bridge Patrol, aber deren fahrbaren Untersätze sind die selben. Die Mädels haben das erste Auto genommen, Domdom und ich das Zweite. Nun saßen wir da, eingepfercht in irgend so nem Ami-Ford, dessen Türen nur von außen aufgehen, vom Fahrer getrennt durch so ne vergitterte Wand. Trotzdem war die Fahrt ganz nett. Marco, der Wachmann oder was auch immer, fand es unglaublich cool, dass wir aus Deutschland kamen. Er war wohl mal ein Jahr in Heidelberg stationiert, seine Frau war auch deutsche und wir jetzt eben auch. Er wusste, dass er Mannheim blöd fand, Heidelberg dagegen toll. Und schon waren wir wieder auf der anderen Seite der Brücke. Auch schick. Rüber laufen und zurück fahren, sowas gibt es doch sonst nur beim polnischen Triathlon.
Der zweite Teil der Woche folgt bald.
Wer diese Reise noch aus einem andern Blickwinkel erleben möchte, sollte mal einen Blick auf Catherines Blog werfen.
Silvester an der Bay
Verfasst von alex unter Allgemein, Unternehmungen am 3. Januar 2010
Nachdem wir die erste Nacht gut hinter uns gebracht hatten, das Motel ist wirklich schwer in Ordnung, war auch schon der 31. Dezember. Somit waren wir sehr nahe an der spannenden Frage: “Wie feiert denn der Ami Silvester, bzw. New Years Eve?” Fest stand, es wird abends ein Feuerwerk über der Bay geben, das wohl zum Pflichtprogramm der Einheimischen gehört. Bis dahin galt es aber noch einen Tag totzuschlagen.
Sollte ja aber hier kein Problem sein. Da Lari und ich um einiges früher wach waren, haben wir einen Treffpunkt ausgemacht, wo wir Dom, Catherine und Dani später treffen können. So konnten wir um einiges früher losziehen.
Wir sind dann erstmal ins Zentrum gefahren, da ein wenig herumgetrottet, dann mit nem F-Train zum Ferry Building, bisschen geschaut, rumgelaufen, um dann auch recht fix wieder zurückzufahren. War ja auch schon wieder 14 Uhr, Zeit um sich am Union Square mit den anderen zu treffen.
Von da sind wir dann losgelaufen, durch China Town, vorbei an der Transamerica Pyramid vor zu den Piers. Nach dem kurzen Essen hier, begann es auch schon zu dämmern und wir beschlossen noch hübsche Nachtaufnahmen am Ferry Building und an der Fischerman’s Wharf zu machen. Schöne Motive gibt es hier genügend.
Den Weg zur Wharf haben wir dann mit einem der bekannten Cable Cars zurückgelegt. Einmal über den Hügel.
Zu der Zeit haben sich auch schon die ersten Einheimischen in Schaaren rund um das Ferry Building eingefunden. Das Feuerwerk scheint also nicht nur irgendwas zu sein, sondern DAS Highlight. Die lokalen Fernsehsender waren vor Ort um zu berichten. Und hin und wieder irgendeiner der dabei war, die Menschenmassen zu belustigen. Und, anders als in Deutschland, die Leute sind voll dabei und machen mit. Einer der coolsten darunter war ein Typ mit Plüsch-Karo-Mantel auf Plüsch-Rollschuhen, der nen Kinderwagen vor sich hergeschoben hatte, in dem ein Lautsprecher lag. Er hatte noch ein paar andere bereifte Kandidaten im Schlepptau die unter anderem noch einen Wagen mit so bisschen Disko-Beleuchtung und Lichtorgel mit dabei hatten. Über ein Mikro und seinen iPod hat er dann die Massen unterhalten. Einer davon hatte noch ein Fahrrad das wie wild blinkte und mit Seifenblasen um sich warf. Ein bisschen Flower-Power-Stimmung scheint also schon noch verbreitet zu sein. Es war zumindest sehr fett. Ich hab mal versucht ein bisschen davon als Video festzuhalten. Die Stimmung kommt nicht rüber, aber es hilft, einen Eindruck zu vermitteln:
Silvester an der Bay from byoil on Vimeo.
Man muss auch darauf hinweisen, dass die Amis sich für diesen Abend ordentlich rausgeputzt hatten. Während wir froren sind die da mit dem kleinen Schwarzen und High Heels durch die Welt gezogen. Zudem waren rund um die Bay etwas exklusivere Privatparties die teilweise sogar auf den Hausdächern und Dachterassen stattgefunden haben.
Um 12 Uhr nachts gab es dann das Feuerwerk, auf das wir gewartet hatten. Und wir haben lange gewartet, dafür das wir hundemüde waren. Zu Hause war es immerhin schon wieder 9 Uhr morgens am 1. Januar 2010. Wir waren eigentlich schon seit 18 Uhr Ortszeit reif fürs Bett. Aber es hat sich gelohnt. Ich muss sagen, dass ich ein Feuerwerk mit solchen ausmaßen noch nie gesehen hatte. Es war gigantisch. Abgefeuert von Treasure Island konnte man es über der Bay in vollem Ausmaß, ohne jegliche Hindernisse genießen. Absoluter Hammer!
Danach sind dann alle recht fix zu Bus und Bahn geströmt um nach Hause zu kommen. An dieser Stelle muss ich mal das vorbildliche Verkehrssystem, die “Muni”, dieser Stadt loben. Es fährt nahezu immer irgendetwas. Und man wartet fast nie länger als 10 Minuten. Man zahlt zwei Dollar und kann dann die nächsten 90 Minuten durch die Stadt gondeln. Oder man holt sich den Seven-Day-Pass für 25 Dollar. Das gesamte Municipal-System ist traumhaft eingebunden in Google-Maps. Mit Fahrplan, Fahpreis und dem Weg zur nächstgelegenen Haltestelle. Der absolute Hit.
Auch die Heimfahrt war interessant. Die Amis waren zwar alle sternhagelvoll, aber sie bleiben auch dann ein friedliches Volk das aufeinander acht gibt. Sehr rührend auch der Busfahrer, der nahezu jedem einzelnen gesagt hat, wann er aussteigen müsse und dann auch darauf geachtet hat, dass dies in die Tat umgesetzt wurde. Domdom hat es wohl auch schonmal erlebt, das ein Busfahrer einen Umweg von einigen Blocks gefahren ist, nur um ein paar betrunkene Fahrgäste sicher vor deren Haustür abzusetzen. Voll gut, gäbe es in Deutschland glaube ich auch nicht…
Hier wird allgemein sehr viel Rücksicht aufeinander genommen und die Leute sind sehr hilfsbereit und freundlich.
Könnte sich zu Hause so mancher eine große Scheibe davon abschneiden…
Angekommen…
Verfasst von alex unter Allgemein, Unternehmungen am 1. Januar 2010
wir sind da, in San Francisco.
Der Weg hier her war zwar nicht sonderlich beschwerlich aber eben lange. Wie das nun mal so ist.
Los ging es am 30.12. um 6 Uhr morgens mit dem Klingeln des Weckers. Kurzes Frühstück, kurze Dusche. Um 8 Uhr wollten wir spätestens aus dem Haus. Nach der ganzen Sprengsatz-Geschichte in Detroit stand ja verständlicherweise alles ein wenig auf dem Kopf und die Airlines wiesen darauf hin, dass es sinnvoll sei, mindestens drei Stunden vor dem geplanten Abflug schon da zu sein.
Gesagt, getan. Meine Eltern haben uns dankenswerter weise gefahren. So waren wir gegen kurz nach 10 Uhr in Frankfurt, alles kein Problem. Wenn man mal davon absieht, dass wir uns im lustigen Parkhaus-Dschungel ein wenig verfranzt hatten… ![]()
Ab dann lief es aber erstaunlich normal. Koffer aufgegeben und zwar wirklich nur einen pro Person, nicht, wie das Reisebüro gesagt hatte, zwei. Handgepäck war trotz vorausgesagter Einschränkungen überhaupt kein Problem. Die Personen- und Gepäckkontrollen beim Check-In waren wie immer. Überhaupt nichts besonderes. Kein Abtasten, kein Schuhe ausziehen, kein Funktionscheck elektronischer Geräte, nichts. Nicht mal ins Handgepäck wurde reingeschaut. Hat mich ein wenig gewundert aber wie ihr seht, wir sind angekommen.
Dann eben die 11-Stunden-Etappe Flug. Wir saßen ganz hinten links, reihe 60, Plätze B und C. A gibt es da nicht, und das ist gut so. Ob hinten sonderlich toll ist weiß ich nicht, aber bei ner Boeing 747 ist der Flugschreiber auch hinten eingebaut und die werden sich ja sicherlich was dabei gedacht haben…
Zudem ist der Weg aufs Klo sehr kurz. Aber auch nicht so kurz, dass man im gewissen Flavour-Meer versinken würde. Also kurz gesagt, ein rundum angenehmer Platz. Wenn man das bei Economy-Platzverhältnissen so ausdrücken kann. Maschine war wie gerade erwähnt ein JumboJet, Boeing 747-400 der United Airlines. Das Teil tut, was es soll, es fliegt. Mehr auch nicht. Es hat nichts besonderes und ist auch nicht sonderlich schick. Es ist so der Typ Flugzeug, bei dem während des Abhebens so ziemlich alles quietscht, wackelt und knarzt was nur quietschen, wackeln und knarzen kann. Das Inflight-Entertainment wurde zwar irgendwann mal auf LCD-Screens umgerüstet aber so der eigene Bildschirm mit mannigfaltigen Auswahlmöglichkeiten an Filmen und Musik war eben Fehlanzeige. Man musste gucken was kam. Ging aber. Ebenso das Essen: Tortellini mit Käsesoße nebst der Standard Hühnchen-Abfahrt. Darüber hinaus wusste man zu keinem Zeitpunkt wo man war. Das dafür zuständige System lies uns auf der Karte einfach in Frankfurt stehen. Nur Flughöhe und Außentemperatur wurden angezeigt, keine Geschwindigkeit, keine Entfernung und keine Zeit. Schon garnicht die Position. Aus Sicherheitsgründen, wie man uns später mitgeteilt hat. Auch das Kabinenpersonal durfte keine aussagen über die aktuelle Position machen. Schade. Allerdings lässt sich der United-Service sowieso nicht mit dem vielgelobten Pendant der Lufthansa vergleichen. Die Stewardessen warten größtenteils mit einem Gesichtsausdruck auf, der keine Freude an der Arbeit vermittelt, aber gut, mir egal, ich war ja nach 11 Stunden und einem recht ruhigen Flug wieder raus aus der Büchse.
Die Einreise war kein Problem, es gab keine seltsamen Fragen, eher noch ein paar Jokes vom dortigen Officer. Mittlerweile nehmen die Amis allerdings die Fingerabdrücke der ganzen Hand, nicht nur den Zeigefinger nebst dem obligatorischen Schnappschuss. Noch vor der Einreise die erste Begegnung mit den öffentlichen Notdurft-Anstalten dieses Landes, die ich nicht sonderlich ausstehen kann. Obwohl man sich in so einer Kabine befindet, kann einem trotzdem jeder zusehen, da die Amis hier irgendwie Material sparen wollen und die Wände nur bis zur Schulter bauen. Naja, wenns gefällt.
Hier noch ein paar Flug-Impressionen:
Und hier noch zwei feine Bilder vom Anflug auf SFO:
Auf dem linken Bild sieht man sehr schön die Golden Gate Bridge und auf dem Rechten das Finanzdistrikt und die Bay Bridge, die nach Treasure Island führt. Etwas links von der Mitte, im Wasser, sogar noch Alcatraz, the Rock..
Wie gesagt, wir waren da, Domdom hat schon auf uns gewartet und uns sofort feierlich begrüßt.
Vom Flughafen kamen wir recht gut mit der BART in die Stadt. Da es bei Domdom die ersten fünf tage recht voll ist, sind wir solange in nem netten Motel. So richtig typisch mit Auto vor der Tür parken, wenn wir eines hätten, und mit direktem Zugang von Außen zum Zimmer. Hier Bild:
Nachdem wir unser Gepäck hier abgelegt hatten sind wir mit dem Bus nach Downtown gefahren wo Catherine und Domdoms Schwester Daniela auf uns gewartet haben. Wir waren zwar schwer müde aber Hunger war vorhanden. Daher essen. In nem lustigen, auf 60er Jahre gestylten Schuppen: Lori’s Diner in den Powell Street.
Leckere Burger, leckere Pommes und viele andere leckere Dinge. Und natürlich den gewohnt guten Service in Amerika. So muss das.
Domdom hatte sich noch nen sehr feinen Bananen-Milchshake bestellt. Der war wirklich gut.
Danach gings dann mit dem Bus wieder zurück ins Motel. Wurde zeit. War zwar ortszeittechnisch noch nicht wirklich spät aber das Jetlag ließ grüßen. Wir waren mittlerweile 26 Stunden auf den Beinen. Der Bus fährt auch ein ganzes Weilchen. Zum Glück sind Domdom, Catherine und Dani mitgefahren. Lari und ich wären sehr wahrscheinlich eingeschlafen und hätten die Haltestelle verpasst.
Gute Nacht…
Weihnachten, Urlaub aber vor allem Onkel
Verfasst von alex unter Allgemein, Unternehmungen am 24. Dezember 2009
Wieder einmal ging es Ratzfatz und das Jahr war rum. Heute ist der 24. Dezember, ich muss zur Abwechslung mal keine Geschenke mehr kaufen, dafür darf ich arbeiten. Ist aber alles recht friedlich, ist ja kaum jemand da.
Was aber viel viel Besser ist: Ich bin heute morgen um 4:06 Uhr zum zweiten mal Onkel geworden. Es ist ein Mädchen, Mila heißt sie, 52 cm groß und 3720 Gramm schwer. Ist das nicht toll? Der 24.12. war sogar der errechnete Geburtstermin. Aber eigentlich dachte keiner wirklich, dass es so hinhaut…
Ein Christkind sozusagen. Morgen werd ich Sie gleich mal beäugen.
Und was ich auch noch loswerden wollte ist unser kleiner bis mittlerer Urlaubsplan.
Wir werden einen Komilitonen von mir besuchen gehen, der gerade sein Auslandssemester an der San Francisco State University verbringt. Also genauer gesagt ist das Semester bereits rum, jetzt ist Zeit zum rumreisen.
Los gehts einen Tag vor Silvester, am 30.12.
Uns so schaut der Flugplan aus:
Wird ein gediegener Direktflug, ganz ohne Umsteigen.
Was dann dort drüben alles passiert ist noch nicht so ganz klar. Da wollten wir uns mal noch per Skype oder eben gleich vor Ort beratschlagen. Auf jeden fall erst mal ein paar Tage San Francisco, ist einfach eine feine Stadt. Man munkelt ja, es sie die “europäischste” der Ami-Städte.
Der grobe Plan sieht einen Nord-Ost-Bogen vor, vorbei an Yosemite, je nachdem was da überhaupt geht vonwegen Schnee, vielleicht Las Vegas und Grand Canyon mit Ende in Los Angeles. Von dort dann den Highway 1 die Küste entlang wieder hoch nach San Francisco. Liest sich gut, wir sind gespannt…
Die Infos darüber, was wir dann wirklich machen, mitsamt Bildern oder Videos gibts dann hier. Reinschauen lohnt sich also.
Jetzt aber erstmal ein fröhliches Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und auch gleich noch nen guten Rutsch. Aber da sind wir ja schon weg. Dank Jetlag wissen wir leider nicht, was wir davon überhaupt mitbekommen werden. Aber Domdom und Catherine haben den Auftrag uns bei Laune zu halten.
In diesem Sinne, Happy XMASing…










































